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Wer nicht Nein sagen kann, dessen Ja ist nichts wert.

Klar, wir wollen hilfsbereit sein, Dinge möglich machen, niemanden enttäuschen. Das ist eine gute, eine schöne Motivation, ein schönes Ziel. Nur: Wer immer ja sagt, gefährdet genau das: das gute Ergebnis. Ein Plädoyer für leistungsorientierte Ehrlichkeit.

Struktur schlägt Heldentum - Eine Buchrezension

Ein neuer Ratgeber für gestresste Unternehmerinnen und Unternehmer ist erschienen. Bietet er wirklich nützliche Antworten auf ein bekanntes Problem? Ich denke, ja. 

Viele Vorgänge und Projekte? Mit einem Vorgangsleitstand behält man den Überblick

Wer viele Vorgänge hat, braucht Mechanismen, um die wirklich wichtigen Vorgänge des Tages zu finden. Zwei Datumsfelder und ein Bearbeiterfeld reichen aus, um aus einer Vorgangsliste einen Vorgangsleitstand zu machen.

Wer redet eigentlich mit wem? Network Relationship Patterns macht Beziehungen im Team sichtbar

Jedes Unternehmen hat ein Organigramm. Und fast jedes Organigramm lügt: nicht absichtlich, aber es zeigt nur, wer wem formal berichtet, nicht wer mit wem tatsächlich arbeitet. Ein Projektleiter wundert sich, warum eine Entscheidung drei Wochen braucht, obwohl laut Organigramm nur zwei Abteilungen beteiligt sind. Der Grund liegt selten im Chart selbst, sondern in einem informellen Beziehungsnetz, das dort nicht auftaucht.

Warum du als Führungskraft die ersten 90 Tage nicht dem Zufall überlassen solltest (und schlechtes Onboarding dich mehr kostet, als du denkst)

Der erste Arbeitstag ist meistens gut organisiert: Laptop, Zugänge, ein freundliches Willkommen. Die Wochen danach entscheiden aber, ob jemand bleibt – und genau da lassen die meisten Unternehmen ihre neuen Mitarbeitenden allein. Ich erinnere mich an eine erfahrene SAP-Beraterin, die in ein großes Transformationsprojekt eingestiegen ist. Fachlich absolut top, hoch motiviert, mit besten Referenzen. In der ersten Woche bekam sie einen Laptop, einen Zugang zum Wiki und den Satz: „Schau dich einfach mal ein bisschen um, du findest dich schon zurecht." Niemand hatte Zeit, ihr die Systemlandschaft zu erklären. Niemand stellte sie den Stakeholdern vor, mit denen sie ab Woche zwei zusammenarbeiten sollte. Nach zehn Wochen kündigte sie noch in der Probezeit. Ihre Begründung im Abschlussgespräch: „Ich hatte nie das Gefühl, gebraucht oder eingebunden zu sein. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich hier überhaupt richtig bin." Das Traurige daran: Sie war fachlich genau richtig. Ver...

Die Sache mit den "faulen" Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Exekutive Dysfunktion

Neurodivergente Menschen verarbeiten Information anders als die meisten anderen Menschen. Das wirkt sich natürlich auch auf das Arbeitsleben aus. Als "Normalo" findet man immer wieder Themen, von denen man noch nie gehört hat und die im Nachhinein als Erklärung für beobachtetes, damals unverstandenes Verhalten anderer dienen könnten. Sie könnten aber auch, sofern sie bekannt sind, dazu beitragen, dass Teamwork und sogar das gesamte soziale Leben in Zukunft noch besser gelingen.

Was sind die Aufgaben einer Projektleitung in einem DMS-/E-Akten-/Digitalisierungsprojekt?

Sie brauchen eine neue Software? Sie beabsichtigen, neue Methoden einführen? Eine Projektleitung kann sich um die operative Umsetzung kümmern. Aber es gibt auch Grenzen für die Projektleitung. Wer sie beachtet, ist wahrscheinlich schneller erfolgreich.

Textbasierte Dateiformate: Was KI-Systeme erzeugen können

KI-Systeme verarbeiten Nachrichten und Daten. Sie können erstaunlich viel. Aber nur, wenn sie ihre Daten in einem standardisierten Format schreiben und lesen können. Undokumentierte, binäre Formate sind verschlossene Türen. Gebäude, Melodien, Molekülstrukturen, Wanderrouten oder Leiterplatten lassen sich mit Texten beschreiben. Wer weiß, welche Daten diese Formate festhalten, kann seine Absichten genauer formulieren. Schauen wir uns diese Formate einmal genauer an. Aber ob diese Liste vollständig ist, kann ich nicht sagen. 

Überflutung mit Informationen – und wie man damit (nicht) umgeht

 Eigentlich wollte ich einen Artikel über den Rebound-Effekt und seine empirische Messung schreiben. (Rebound-Effekt bedeutet: die Einführung digitaler Technologien kann die Arbeitsmenge erhöhen, statt sie zu reduzieren.) Herausgekommen ist ein Einzelbeispiel für gute Führung und eine Erfahrung, wie Unternehmen Probleme nicht wahrnehmen.

Kategorien im Neuen Outlook - für das Team nutzen: Remake

Einer unserer erfolgreichsten Artikel auf diesem Blog ist im Teenageralter angekommen! Grund genug für ein Remake mit der aktuellen Outlook-Version. Spoiler: Es ändert sich nur wenig. 😉

Zur Erinnerung: Strukturelle Probleme lassen sich nicht wegatmen

Entspannen, Atmen, Achtsam-Sein – alles gut und wichtig. Schließlich heißt es nicht umsonst "Keep calm and carry on". Doch lasst uns das  "Carry On"  nicht vergessen. Strukturelle Probleme lassen sich nämlich nicht wegatmen.

Führungskräfte brauchen eine Ausbildung

Wie wird man eigentlich zur Führungskraft? In den meisten Firmen: durch Beförderung. Bei der Feuerwehr, im Sportverein, im Cockpit gilt dagegen ein einfaches Prinzip: Ohne Ausbildung keine Verantwortung.

Vom geheimen Anderssein in (deutschen) Unternehmen

Vielleicht kennen einige noch die Werbung einer Orangenlimonadenfirma aus den 80er Jahren: "Sind wir nicht alle ein bisschen bluna?" Dieses Wissen, metaphorisch gesprochen, setzt sich sehr zögerlich immer mehr im öffentlichen Bewusstsein fest: unsere Hirne sind nicht alle gleich. Im Arbeitskontext kann es zu nicht verstandenen Konflikten kommen, wenn alle über einen Kamm geschoren werden. Außerdem wundern sich Krankenkassen über steigende Ausgaben wegen Depressionen, Burnouts und Angstzuständen ihrer Mitglieder. Dafür könnte es Gründe geben, die weitgehend noch im Dunkeln zu liegen scheinen.

Wenn das Gehirn lügt: Cognitive Biases und warum sie Teamarbeit sabotieren (Cognitive Biases Teil 1/3: Confirmation Bias)

In meiner Arbeit als Agile Coach beobachte ich immer wieder, wie kluge, gut ausgebildete Menschen in Teams Entscheidungen treffen, die im Nachhinein kaum nachvollziehbar scheinen. Nicht weil sie unaufmerksam waren oder schlechte Absichten hatten – sondern weil unser Gehirn uns systematisch in die Irre führt. Ich habe lange gedacht, das sei vor allem eine individuelle Herausforderung. Mittlerweile bin ich überzeugt: Es ist eine kollektive. Und man kann etwas dagegen tun.

A Software Standard is not software, ...it is talking about software!

A Software Standard is negotiation dressed as technical writing. That makes it very different from writing code and brings its own dilemmas. And your agile teams may be painfully aware of them. What are these problems then on a big picture? And what makes them so unique in standardization?

Scrum Master als Manager?

Laut einer aktuellen Auswertung  offener Stellen und Stellensuchenden gibt es gerade mehr Scrum Master und Agile Coaches, die eine Stelle suchen, als es offene Stellen gibt. Gleiches gilt offenbar für Teamleitungsrollen. Ist die Ursache für den Überhang, dass diese Rollen nicht genug Wert für die Organisation liefern? Falls dem so wäre: Wie könnte man den Wert wieder erhöhen?

Mit Open Space Technology eingerostete Strukturen aufbrechen

Keine Agenda. Keine Folien. Kein ausgewiesener Moderator. Und trotzdem löst eine Gruppe an einem Vormittag Konflikte, die monatelang festhingen. Klingt wie Wunschdenken. Ist aber Open Space Technology.

Office-Hacks - Sammlung, Teil 3: Word und Excel

Immer wieder werde ich nach speziellen Hacks, Tipps und Tricks gefragt, die die Arbeit mit MS-Office-Produkten erleichtern. Also habe ich eine hoffentlich zeitlose Sammlung von kleinen Handgriffen zusammengestellt, die in meinen Seminaren oft für erhellende AHA-Momente sorgen. Dies ist der dritte und vorerst letzte Teil meiner kleinen Serie. Sie begann mit Outlook und Teams , zweiter Teil ist  OneNote und PowerPoint . Hier kommt nun Word und Excel.

Hard Calls – Worum es geht, warum ich das mache und ob die Welt wirklich noch einen Podcast braucht

Kurze Antwort auf die letzte Frage: Nein. Es gibt bereits tausende davon. Zu Führung, Business, Investment und auch Entrepreneurship. Viele davon gut. Manche sogar sehr gut. Und trotzdem habe ich einen gestartet. Mein Hard Call - Meine erste Gründung Ich hatte zwei Mitgründer. Wir hatten Pläne, Gespräche, eine gemeinsame Vision. Wir hatten ein erstes großes Projekt. Monatelang haben wir das vorbereitet. Und dann, kurz vor Beginn, starb der Auftraggeber an Corona. Und damit auch der Auftrag. Viel Geld und Herzblut – einfach weg. Meine Mitgründer wollten dann nicht mehr weitermachen und stattdessen aus der GmbH raus. Für sie einfach, da sie noch angestellt waren. Diesen "easy way out" gab es für mich nicht. Ich hatte bereits gekündigt und war voll committet. In diesem Moment hatte ich zwei Optionen. Zurück in die Anstellung. Oder allein weitermachen. Und genau das habe ich gemacht. Ich habe gedacht: „Und jetzt erst recht“.  Ich habe in diesem Moment verstanden, was ein Hard Cal...

Die Geschichte der Robotik

Wir erleben gerade, wie Künstliche Intelligenz in Unternehmen Einzug hält, oder auch nicht. KI passt zu Dienstleistungen wie Roboter in die physische Produktion. Vielleicht können wir etwas aus dem Vergleich lernen.