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Warum die bunten Zettel?

Die vielen bunten Zettel an Wand und Fenster - was soll das nochmal?

1. Sie sind praktisch. Und professionell.

Gut, Moderationskarten tun es natürlich auch. Die lassen sich aber nicht auf die selbe, nämlich sehr leichte und doch fixierende Art an Wand, Fenster, Stühle und Schränke bringen und dann auch in der hitzigen Debatte umhängen, sortieren etc. Doch genau darum geht es. Post-Its sind ein unentbehrliches Profi-Werkzeug für die Teamarbeit.

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2. Sie helfen gute, zielführendere Gespräche zu führen, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzuführen und gute Lösungen zu finden.

Jedes Mitglied bringt eigene Erfahrungen, Perspektiven und Know-How mit. Um mehr aus einem Team herauszuholen als nur die Summe der einzelnen Teile (wenn überhaupt), ist die Zusammenarbeit so zu organisieren, dass all diese Expertise integriert wird. Wie? Natürlich zunächst, indem die Teammitglieder miteinander sprechen. Also in - am besten gut moderierten - Gesprächen, in welchen die Teammitglieder Gedanken und Ideen zu einem Thema fokussiert austauschen. Wenn währenddessen die wichtige Punkte notiert werden, hilft das, Sachverhalte konkret zu benennen und zu beschreiben. Dadurch - und das ist auch schon der ganze, wenn auch sehr effektive Trick - bekommen sie eine Gestalt und eine Form, die für alle am Gespräch Beteiligten zu sehen ist. Diese Gestalt kann jetzt im weiteren Gespräch geklärt, verändert, angepassst werden. Z.B. indem Fragen gestellt werden ("Was meinst du denn mit...", "Sprechen wir hier über dasselbe...?", "Ein anderer Aspekt ist für mich wichtiger..."). Diese Diskussionen und Konversationen sorgen dafür, dass das Team Meinungen und Ansichten  integriert, Unwichtiges von Wichtigem trennt und - bei allen, vielleicht sogar konfliktreichen Meinungsverschiedenheiten, die das mit sich bringt - zu einer gemeinsamen Linie findet.

Hier zeigen die kleinen bunten Haftzettel, warum sie ein so überragendesTeam-Werkzeug sind. Denn es gilt die Regel: Nur was sichtbar ist, lässt sich managen. Und das tun Post-Its. Sie machen sichtbar, was gemanagt werden muss. Und sie helfen durch die anschließende Diskussionen, dass sie auch gemanagt werden.
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3. Das gesprochene Wort verfliegt. Geschriebenes bleibt.

Klar ist das eine Frage der Disziplin. Insgesamt aber ist die Wahrscheinlichkeit zumindest vergleichsweise hoch, dass Punkte, die notiert und für jedermann und jederfrau sichtbar an der Wand hängen, auch tatsächlich diskutiert, priorisiert und zur Entscheidung gebracht werden - und sei es nur nur temporär ("Das besprechen wir beim nächsten Mal."). Das ist der große große GROSSE Unterschied zu bloß Gesagtem, das eben sehr sehr SEHR leicht Gefahr läuft, vergessen oder - wahrscheinlicher noch - von anderen, vermeintlich wichtigeren Diskussionsthemen in den Hintergrund gedrängt zu werden. Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt:

4. Diskussionen und Gespräche werden besser.

Und zwar, weil so wichtige Punkte zur Diskussion eingereicht werden können, die ohne Visualisierung, also in einer reinen Gesprächsrunde vielleicht noch nicht mal die Chance hätten überhaupt erwähnt zu werden. Durch das schriftliche Abfragen und Fixieren auch von spontanen Punkten oder Gedanken kann der Input aller in der Gruppe abgefragt und in die Runde gegeben werden. Auch jener von stilleren, introvertierteren Experten im Team, die vom meinungsführendem Alpha-Personal ja doch oft übertönt werden. Zudem werden Gespräche zwangsläufig zielgerichteter. Denn der Runde wird ja ständig eine Frage buchstäblich vor Augen geführt: Was machen wir jetzt eigentlich mit dem alll dem Gesammelten an der Wand?

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5. Sie helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Das Tun.

Gespräche sind natürlich gut und wichtig. Denn so tauschen wir Meinungen, Gedanken und Positionen aus und loten den besten gemeinsamen Weg aus. Mit diesem kommunikativen Akt erschaffen wir das, was man gemeinhin Organisation nennt. Wie gesagt, das ist zweifelsfrei sehr wichtig und gut. Trotzdem macht es Sinn, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass Gespräche, Meetings und Absprachen generell - man könnte auch generell Organisation sagen -  eben nur Mittel zum unternehmerischen Zweck ist. Dieser Zweck heißt: Gute Entscheidungen treffen, um damit oder danach zügig zufriedenstellende und wertschöpfende Ergebnisse zu produzieren. Also ist vornehmliche Aufgabe von Teams, aufgrund der gesammelten Erfahrung und Expertise Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Egal wie Sie dabei Visualisierung ausgestalten (und zwar am besten haptisch, nicht elektronisch), sie wird Ihnen und Ihrem Team genau dabei nicht nur helfen, gute Entscheidungen zu treffen und gute Ergebnisse zu produzieren. Vielmehr wird Ihnen das nur mit Visualisierung gelingen.



Viel Spaß dabei! Denn das kann und darf Arbeit ja auch machen! :)


Edgars eigener Blog: www.trellisterium.de
Edgars Podcast: trellisterium.podbean.com 

Edgar Rodehack ist Teamwork-Enthusiast mit einem Faible für agile Formen der Zusammenarbeit. Da trifft es sich natürlich gut, dass er das beruflich macht. Er ist Organisationsberater, Business und Agile Coach, Teamentwickler und Moderator. Außerdem ist er ein Mensch mit Frau und drei Kindern, der viel Spaß am Musikmachen, Schreiben und Lesen hat. Mehr über ihn: www.rodehack.de


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