Montag, 23. März 2015

Moderieren & Präsentieren - eine kommentierte Leseliste

Sie sollen auf einer Sitzung zu einem Thema referieren? Sie präsentieren Ergebnisse? Sie sollen einen Workshop oder eine Veranstaltung moderieren? Hier eine kommentierte Liste von guten Büchern, die Ihnen weiterhelfen können. Ja, auch schnell - das sind die Bücher mit dem *.

Moderieren & Präsentieren allgemein

  • *Funcke, Amelie; Havenith, Eva: Moderations-Tools. Bonn, 2010 bzw. 2014.
    Wer zur Vorbereitung einer Veranstaltung schnell Hilfe oder auch Inspiration sucht, greife zu diesem Buch! Dessen Vorteil ist, dass einzelne Formate den jeweiligen Phasen einer Moderation zugeordnet und auf zwei/drei Seiten beschrieben werden: Für welchen Zweck? Für welches Problem? Für welches Publikum in welcher Gruppengröße? Kurze, klare Beschreibungen, was zu tun ist, manchmal sind auch Varianten dabei. Wärmste Empfehlung für alle, die gelegentlich moderieren.
  • Hertlein, Margit: Präsentieren. Vom Text zum Bild. Reinbek, 2013.
    Von allen genannten Büchern ist das für Sie das wichtigste! Müsste ich mich für ein einziges Buch entscheiden, dann wäre es dieses kleine und günstige, aber wirklich gehaltvolle Buch: Hier findet sich alles zum Thema Moderation und Präsentation, was wichtig ist: Wie Präsentationen und Moderationen aufbauen und gliedern? Wann welche Medien? Wie auftreten, wie sprechen? Wie und was schreibt man auf dem Flipchart? Nicht nur ein super Einsteigerbuch für alle, die gelegentlich oder auch häufiger an Flipchart, Moderationswand und Beamer stehen, sondern auch ein treuer Begleiter für die, die das häufiger tun!
  • Langmaack, Barbara u.a.: Einführung in die Themenzentrierte Interaktion (TZI). Langensalza, 2011.
    Die Themenzentrierte Interaktion ist ein Modell der Welt, das der positiven Psychologie entstammt. Beim Leiten von Gruppen ist es in der praktischen Umsetzung sehr hilfreich und praktikabel. In diesem Buch werden die theoretischen Grundlagen erklärt und die praktische Umsetzung beschrieben. Sehr gute Verbindung von Hintergrundinformation und Praxisnähe.
  • *Luther, Michael: Das große Handbuch der Kreativitätsmethoden. Bonn, 2013.
    Eine sehr inspirierende, wahnsinnig umfangreiche und praktikable Sammlung von gut und leicht einsetzbaren Übungen, die man in Workshops mit Gruppen anwenden kann. Für alle, die Teams anleiten, an Lösungen zu arbeiten. Übrigens nicht nur in größeren Workshops, sondern auch in "normalen" Sitzungen. Jeder kreativen Phase werden einzelne Formate zugeordnet. Sehr gute Hintgergrundinfos und vor allem sehr praxisorientiert. Wärmste Empfehlung!
  • Reynolds, Garr: Naked Presenter. München, 2011.
    Der inzwischen moderne Klassiker zum Präsentieren, für alle, die mit dem ZEN-Ansatz etwas anfangen können und in der Lage sind, ehrlich zu sich selbst zu sein. Dann bitte unbedingt lesen und wann immer möglich in diesem Geiste präsentieren! 
  • Seifert, Josef: Visualisieren, präsentieren, moderieren. Offenbach, 2011.
    Altbewährt und immer noch gut, was daran liegt, dass das Buch regelmäßig aktualisiert wird. Alles zum Thema Moderation und Präsentation mit hilfreichen Hinweisen und Tipps, übersichtlich, bedarfsgerecht und leserfreundlich dargestellt und erklärt: Medieneinsatz, Aufbau, sonstige Skills. Wer eine günstigere Alternative sucht, dem empfehle ich das (inhaltlich sehr vergleichbare) Buch von Hertlein, siehe oben.
  • Weisbord, Marvin u.a.: Future Search - die Zukunftskonferenz. Stuttgart, 2001.
    Dies ist kein Einsteigerbuch, sondern die Lösung für komplexere Problemlagen aller Art, in welchen unterschiedliche Gruppen und Interessen zusammengebracht werden müssen. Future Search ist ein sehr gutes, wertschätzendes und - nebenbei bemerkt - ein sehr erfolgreiches Workshopkonzept. Das Buch beinhaltet - gewissermaßen - eine Schritt für Schritt-Anleitung für (2tägige) Workshops.


Visualisieren 

  • Hertlein, Margit: Präsentieren. Vom Text zum Bild. Reinbek, 2013.Wie oben schon erwähnt, finden Sie hier (wie auch bei Seifert, s.o.) die Grundlagen: Welche Medien? Wie schreiben? Wie malen? Wie präsentieren?
  • Haussmann, Martin: UZMO - Denken mit dem Stift. München, 2014.
    Nichts ist wichtiger, als Ergebnisse zu dokumentieren. Und zwar so, dass es Sinn und Spaß macht. Wer hierfür Ideen braucht, wer grundsätzlich verstehen möchte, warum und wie, der findet hier DAS sehr gute und spaßig zu lesende Grundlagenwerk zum Thema: Wie Prozesse, Diskussionen und Ergebnisse den Teilnehmern gut vor Augen bringen? Wie sie dokumentieren? Sehr gutes und fundiertes Basiswissen, sehr viele gute Ideen und vor allem: es macht Mut, die Scheu vor dem Visualisieren abzulegen und einfach damit zu beginnen. Am Ende - darf's denn wahr sein - hat man sogar noch SPASS an Sitzungen und Workshops!

  • *Haußmann, Martin/Scholz, Holger: Bikablo. Eichenzell, 2006.
    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, weil das Gehirn hautpsächlich in Bildern denkt. Wer deshalb nach "Bildvokabeln" oder Vorlagen sucht, die er unterstützend in seinen Workshops, Präsentationen und Moderationen verwenden kann, wird hier in diesem Klassiker fündig. Die Bildvokabeln sind thematisch geordnet, was das Buch ungemein praktisch macht. Gut ist auch, dass es grundsätzliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen für das Malen von Grundfiguren gibt.
  • Haussmann, Martin/Scholz, Holger: Bikablo 2.0. Eichenzell, 2012.
    Hier gilt dasselbe wie für "Bikablo", siehe oben. Ein erweiterter Bildwortschatz, der als zusätzliches Nachschlagewerk vor allem für jene hilfreich ist, die viel und unterschiedliche Themen moderieren und präsentieren.
  • *Haussmann, Martin: Bikablo Emotions. Eichenzell, 2011
    Während "Bikablo" und "Bikablo 2.0" auf Gegenstände und Situationen abzielt, finden Sie hier ein Fülle von Piktogrammen zu seelischen Zuständen und Situationen, die natürlich im Zusammenleben und in der Zusammenarbeit eine große Rolle spielen. Insofern ist dieses Buch eine gute uns sinnvolle Ergänzung zu Bildwortschätzen wie "Bikablo" und "Bikablo 2.0" für die Visualisierung in Präsentationen und Workshops.
  • *Nitschke, Petra: Bildsprache. Bonn, 2012.
    "Bildsprache" bietet eine große Zahl von gut zu verwendenden Vorlagen und Ideen zur Umsetzung in der Visualisierung. Die Gegenstände und Figuren von Petra Nitschke sind ein bisschen spielerisch und comichaft, wodurch sie den Standard-Bikablo-Grundwortschatz auflockern. Das gibt die Möglichkeit, sich ein bisschen abzuheben.
  • Seifert, Josef: Visualisieren, präsentieren, moderieren. Offenbach, 2011.
    Alle Grundlagen zum Thema. Siehe auch oben. 
  • *Zelazny, Gene: Wie aus Zahlen Bilder werden. Berlin u.a., 2013.
    Zahlenmenschen aufgepasst: Dieser Klassiker der Präsentationsliteratur ist im Business-Kontext vor allem für jene Pflichtlektüre (mit drei!!!), die Daten und Statistiken präsentieren. Inzwischen ist das Standardwerk, das 1985 zum ersten Mal erschien, inhaltlich deutlich erweitert. Dennoch: Wer vor allem Zahlen zu zeigen hat, der braucht dieses Buch. Denn hier finden sich sämtliche Grundlagen, wie man welche Daten zu welchem Zweck zeigt, und auch, wie man das besonders gut macht.
Viel Erfolg und Spaß beim Moderieren, Präsentieren und: Malen!
(C) 2014 P. Rodehack


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