Direkt zum Hauptbereich

Was hilft einem Team mehr: Instant Messaging (Slack) oder eine gemeinsame Ablage (Dropbox)?

Wenn man im Team zusammenarbeitet, braucht man den Überblick über anstehende Aufgaben. Mit Slack und ähnlichen Tools erleben die schwarzen Bretter oder Foren wieder eine Renaissance. Kann man sagen, welches Werkzeug nützlicher ist?
Ein schwarzes Brett (Quelle: Pixabay)

Nützlich? Wozu?


In unserem Netzwerk gab es vor Kurzem die Frage, ob wir nicht Slack benutzen wollen, damit alle auf dem Laufenden bleiben und transparent wird, was so geschieht.

Slack ist ein tolles Tool. Es funktioniert zuverlässig. Ich kann es mobil und auf einem Laptop benutzen. Ich kann verschiedene Kanäle einrichten und allen im Slack-Team oder im Slack-Channel Nachrichten schicken. Im Vergleich zu einem längeren E-Mail-Austausch, in dem jeder auf jede E-Mail antwortet, ist Slack doch deutlich übersichtlicher.

Slack (oder ein vergleichbares Werkzeug) ist dann nützlich, wenn es ALLE Vorgänge im Team abbildet. Wenn es das nicht tut, fange ich wieder in verschiedenen Medien an zu suchen. War die Info bei Slack, in einer E-Mail, in einem E-Mail-Anhang oder in einer Kurzmitteilung? Wir nennen das Medienbruch. Aber es reicht noch nicht, alle Vorgänge in Slack abzubilden.

Eine gemeinsame Ablage ist sinnvoller


Wie manche Leserinnen und Leser wissen, ist Teamablage eines meiner Themen. (Da biete ich übrigens auch ein- und zweitägige Seminare zur Teamablage an).

Wir leben in einer Zeit des Informationsüberflusses. Deswegen haben wir bei unserer Ablagetechnik das Konzept des Vorgangs. Ein Vorgang wird ausgelöst, bearbeitet und abgeschlossen. Wenn ich mich im Team abstimme, bezieht sich das meist nur auf die laufenden Vorgänge, selten auf abgeschlossene Vorgänge.

In einer Ablage kann ich einen Vorgang archivieren. Und genau das geht in Slack nicht. Ich kann einen Kanal umbenennen oder verlassen; aber nicht archivieren.

Egal, für welches Werkzeug Sie sich im Team entscheiden: Wichtig sind die gemeinsamen Regeln für die "Ablage":
  • Wann wird ein neuer Vorgang (Channel oder Ordner) angelegt? Wie wird er benannt?
  • Welche Informationen werden im Ordner oder im Channel geteilt?
  • Wann wird ein Vorgang beendet? Wie kommt er aus der Liste der laufenden Vorgänge? Was passiert mit dem im Vorgang erzeugten Wissen?
Wenn Sie diese Regeln klären, finden Sie sich mit jedem Werkzeug zurecht.
 
 
Sie wollen mehr über die gemeinsame Ablage lernen? Dazu gibt es eine Überblicksseite, die wichtige Artikel aus diesem Blog in eine Reihenfolge bringt. 
 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Profi-Tools im Windows-Explorer

Haben Sie bei der Urlaubsvertretung sich manches Mal geärgert, wenn Sie Dateien gesucht haben, die ein Teammitglied abgelegt hat? Die Suche im Explorer funktioniert tadellos, aber manchmal sollte man den Suchbegriff noch ein bisschen genauer fassen können. Z.B. mit UND oder ODER oder NICHT... Das geht so einfach, dann man von alleine kaum drauf kommt:

Die besten Bücher zum Thema Teamleistung

Es gibt viele Bücher, die sich mit Teams beschäftigen. Doch wo sollen wir anfangen? In diesem Artikel stelle ich die wichtigsten Quellen vor.

Microsoft Teams: Die neuen Besprechungsnotizen - Loop-Komponenten

  Haben Sie in letzter Zeit in einer Teams-Besprechung die Notizen geöffnet? Dort sind inzwischen die Loop-Komponenten hinterlegt. Die sind zwar etwas nützlicher als das, was zuvor zur Verfügung stand. Trotzdem ist noch Luft nach oben. Und es gibt sogar einige ernstzunehmende Stolperfallen. Hier ein erster, kritischer Blick auf das was Sie damit tun können. Und auch darauf, was Sie besser sein lassen.

Das Ubongo Flow Game

Spiele bieten eine gute Gelegenheit, zeitliche Erfahrungen zu verdichten und gemeinsam zu lernen. Karl Scotland und Sallyann Freudenberg haben im Mai 2014 das Lego Flow Game veröffentlicht. Wir haben die Spielidee übernommen, aber das Spielmaterial gewechselt. Statt Legosteinen benutzen wir Material aus Grzegorz Rejchtmans Ubongo-Spiel. Hier präsentieren wir die Anleitung für das Ubongo Flow Game.

Gute Teamleitung ist eine Frage der Struktur, nicht der Psychologie

Es scheint vielen ein Rätsel zu sein, wie man Teams gut führt. Viele Ausbildungen und Bücher kümmern sich vor allem um die Psychologie und Eigenschaften der Leitungspersonen oder der Teammitglieder. Wir sehen das anders.

Teamleitung konkret von Jan Fischbach und Alisa Stolze

Manchmal habe ich das Gefühl, dass alle gute Ideen für Organisationsentwicklung schon längst existieren. Das stetige Karussell von neuen Methoden und Büchern bringen uns neue Buzzwords bei. Wir lernen sie brav, um relevant zu bleiben. Die Herausforderungen für Organisationen und ihre Mitglieder bleiben jedoch gleich und auch häufig gleich ungelöst. Mit Teamleitung konkret: 20 einfache Gewohnheiten und Praktiken für den Teamerfolg haben Jan Fischbach und Alisa Stolze doch einen genialer Ansatz gefunden, effektiv an den Kern der von Teams begegneten Probleme zu arbeiten, jedoch ohne neue Methode und ganz ohne Buzzwords./1/

Kategorien in Outlook - für das Team nutzen

Kennen Sie die Kategorien in Outlook? Nutzen Sie diese? Wenn ja wofür? Wenn ich diese Fragen im Seminar stelle, sehe ich oft hochgezogene Augenbrauen. Kaum jemand weiß, was man eigentlich mit diesen Kategorien machen kann und wofür sie nützlich sind. Dieser Blogartikel stellt sie Ihnen vor.

Die unsichtbaren Warteschlangen

Wie können Teamleiter oder Managerinnen die Produktivität ihrer Teams verbessern? Wenn zu wenig fertig wird, liegt es selten an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Arbeit ist oft schlecht organisiert. Es werden zu viele Dinge gleichzeitig erwartet, gerade im Bereich der Dienstleistungen und Wissenarbeit. In diesem Artikel gehe ich den Hintergründen nach, erkläre die wichtigen Konzepte und dann schauen wir auf Lösungen.

Pragmatisch oder nur “Quick and Dirty”?

“Wir müssen aber pragmatisch vorgehen”, drängt der Kollege. Hm… Im Wörterbuch finde ich für “pragmatisch” in etwa: sachbezogenes, praktisches Handeln. Klingt gut. Leider zeigt sich in meinen Erfahrungen, dass pragmatisch für viele doch eher “quick and dirty” bedeutet. Es soll schnell fertig werden. Aber auf welche oder wessen Kosten? Wo ist die Grenze? Warum steht “praktisch” im Konflikt mit einem langfristigen “Nützlich”? Muss das sein?

Rebellieren für den Wandel: die 8 Regeln des totalen Stillstandes von Prof. Dr. Peter Kruse

In einem legendärem Vortrag skizzierte Peter Kruse 8 Regeln des totalen Stillstands. Ihm zufolge wurden die Regeln entwickelt, um Managern und Führungskräften dabei zu helfen, Bereiche mit potenziellem Widerstand gegen Veränderungen zu erkennen und Menschen auf strukturierte Weise durch den Veränderungsprozess zu führen.