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Die 20er Jahre - das dynamischste Jahrzehnt der Geschichte hat begonnen

Mit dem Internet haben wir eine Technologie freigesetzt, die es uns ermöglicht in Blitzgeschwindigkeit zahlreiche Folgetechnologien hervorzubringen: Block-Chain, Künstliche Intelligenz, Genetics, Robotik, autonome Maschinen, Solar- und Wasserstofftechnologie. Neue Technologien gab es vorher auch schon. Aber jetzt hat sich etwas ganz anderes geändert.

(Für aufmerksame Leserinnen und Leser enthält dieser Beitrag am Ende einen Rabattcode für unser Seminar zu diesem Thema.)

Die Dynamik nimmt zu

Ist das ein reißerischer Titel? Vielleicht ja, wahrscheinlich nein. Was sich geändert hat, ist die Dynamik, mit der neue Entwicklungen kommen und sich ausbreiten (oder auch nicht). Aus der Innovationsforschung kennen wir das Konzept der S-Kurve.

Sie beschreibt idealisiert, wie neue Technologien angenommen werden. Auf der S-Kurve gibt es drei Bereiche, zwei flache Bereiche am Anfang und am Ende und einen sehr steilen Bereich dazwischen. Bisher war es so, dass wir mehrere Jahre Zeit für den steilen Bereich hatten. Dazu gibt es eine schöne gemeinsame Darstellung (Technology adoption in US households, 1860 to 2019) von der Universität Oxford und dem Global Change Data Lab.

Auf dieser Darstellung sehen wir auch, dass die Zeit für den steilen Bereich immer kürzer wird. Das liegt zum einen daran, dass es am Anfang länger dauerte, die nötige Infrastruktur aufzubauen. Am Anfang konnte man nicht überall Telefone, Kühlschränke oder Fernsehgeräte kaufen. Auch das Strom- und Telefonnetz musste erst aufgebaut werden.

Für die nächsten o. g. Technologien ist die nötige Infrastruktur aber bereits da:
  • Alle Technologien, die auf der Kommunikation über das Internet beruhen, können sich jetzt schneller ausbreiten.
  • Alle Technologien, die Rechenzeit brauchen, können auf irgendeinem Smartphone in der Welt gerechnet werden.
Daher kommt die Beschleunigung. Es passieren viele Dinge nicht nur schneller, sie passieren auch viel stärker parallel.

Unsere Intuition passt nicht mehr dazu

Wo ist das Problem für uns? Unsere Gehirnstruktur im Allgemeinen und unsere individuelle Intuition haben sich gebildet, als die Dinge noch viel langsamer abliefen. Jetzt aber beschleunigen sich Dinge schneller. Wir sind ungeübt darin, nicht-lineare zeitliche Verläufe einzuschätzen.

Zudem gibt es Unsicherheiten. Niemand kann wirklich sagen, in welchem Maße spezielle Blockchains angenommen werden. So mancher Hype verschwand wieder. Zeit zum Abwarten gibt es auch nicht. Dann wenn sich eine Technologie durchsetzt, hat die entsprechende Plattform schön so viel Vorsprung, dass es schwer und sehr teuer wird mitzuhalten.

Neben der Technologie brauchen wir auch Zeit, um die gesellschaftlichen Auswirkungen zu verstehen. Deswegen haben wir gerade die Schwierigkeiten, um eine Plattformökonomie (siehe The Rise of the Platform Economy) zu regulieren.

Setzen wir uns Lern-Ziele

Was können wir nun tun? Statt abwarten, können wir anfangen zu lernen. Wie sind die Zusammenhänge? Welche Märkte und Technologien müssen wir uns ansehen?

Lernen heißt hier nicht, recherchieren. Lernen bedeutet, gemeinsam etwas zu tun, um zu lernen. Das war ursprünglich mit "Learning by Doing" gemeint. Richtig gestaltet, kann auch unser Dazu-Lernen exponentiell wachsen. Mehr Verständnis schafft noch mehr Verständnis.

Wie könnte man das machen? Dazu haben Olaf Birkner und ich ein Seminar (4 halbe Tage, online) konzipiert. Mehr Informationen zu den Inhalten und zum Ablauf gibt es bei Xing: Digitale Businessziele und OKRs (Online-Seminar), 16.-24. Juni 2020.

Aufmerksame Leserinnen und Leser unseres Blogs bekommen 50% Rabatt auf die reguläre Seminarteilnahme. Einfach bei der Anmeldung auf "Hier klicken, um einen Promotioncode einzugeben" klicken.

Wenn es Probleme bei der Anmeldung gibt, nehmt direkt Kontakt mit mir (Jan Fischbach bei Xing) auf.

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