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Scrum revolutioniert die Universität

Scrum in der Bildung verhilft Studenten von 18 bis 68 Jahren zu einem erfolgreicheren Studium - das eduScrum Deutschland Team trifft Professor James "Jim" Hannon, den Erfinder von "ScrumThink", in Boston.

Im August waren wir in Boston und haben die Scrum Inc. besucht. Scrum Inc. ist die Firma von Scrum-Erfinder Jeff Sutherland. Patrick Roach, einer der Product Owner von Scrum Inc., hat uns mit Jim Hannon bekannt gemacht. 

Jim nutzt Scrum in seinen Kursen mit Schwerpunkt Management und Finanzen am Cambridge College, an der Boston University und an der Northeastern University. 
Genau wie Willy Wijnands, Erfinder von eduScrum in den Niederlanden, fiel Jim zunehmend auf, dass Lernende nur passiver, konsumierender Teil des frontalen Unterrichtsformats sein konnten. Jim erzählt von seinen Studenten, es sind zum großen Teil Spät- und Quereinsteiger: "Ich hatte einen dreifachen Familienvater mit einem Neugeborenen. Er kam in meinen Unterricht - und schlief einfach ein, jedes Mal. Ich bemerkte, dass ich diese Studenten mit einbeziehen muss, sie aktivieren und begeistern." 

Jim stellte sich folgende Fragen, die ihn bis heute in seiner Arbeit mit ScrumThink antreiben: 


  • Wie können wir Studenten wieder zu engagierten Lernern machen?
  • Wie können wir ein großartiges Lernerlebnis kreieren?
  • Wie übernehmen Studenten Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess?
  • Wie geben wir Studenten die Werkzeuge, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein?
  • Wie helfen wir Lehrenden, ihr Wissen und ihre Einsichten effektiv zu teilen?

Wie funktioniert Scrum in Jims Vorlesungen?


Jim unterrichtet seine Studenten meist in 14-16 Wochen-Blocks mit einer Unterrichtseinheit à 2-3 Stunden einmal pro Woche. Seine Sprints sind generell Wochensprints, in denen seine Studenten in Viererteams ein Lerninkrement ausliefern. Dafür treffen sie sich mehrere Tage in der Woche außerhalb der Unterrichts, z.B. per Google Hangouts, um StandUps abzuhalten.
Im Gegensatz zu eduScrum bereitet Jim die Lern-Stories vor, die Studenten erledigen den Rest. Durch die wöchentliche Auslieferung ihres Lerninkrements und die dazugehörigen Retrospektiven auf die Zusammenarbeit ist Scrum in der Uni eine stetig aktive Feedback-Maschine. Die Studenten lernen, verbessern sich, wachsen. Bewertet werden sowohl Gruppen- als auch Einzelleistungen.

Als Nebeneffekt können Jims Studenten nach dem Semester agiles Arbeiten zu ihrem Zeugnis hinzufügen lassen, eine willkommene Zusatzqualifikation. "Die Studenten können zwischen 500 Kursen wählen. Das agile Arbeiten macht meine Kurse dabei besonders beliebt."

Jims Studenten fiebern dem nächsten Seminar entgegen


Scrum im Unterricht anzuwenden, hatte unerwartete Auswirkungen auf den Lernprozess und das Lernengagement seiner Studenten: "Ich habe einige Erwachsene, Berufstätige, Menschen mit schweren Lebensgeschichten. Sie haben alle Hände voll zu tun, und dennoch können sie es kaum erwarten wieder in mein Seminar zu kommen! Es ist das Größte für sie. Sie haben Spaß!" Außerdem weiß Jim, dass er seinen Studenten auch für ihr Leben außerhalb des Unterrichts Tools und Erfahrungen mit an die Hand gibt.

Und wie geht es weiter?


eduScrum in den Niederlanden, eduScrum Deutschland und die Gruppe Agile in Education bauen die internationale Zusammenarbeit ab September aus. 

Professor James Hannons Website finden Sie unter: www.scrumthink.info

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