Direkt zum Hauptbereich

Teilen in Teams Besprechungen: PowerPoint live, Excel live und Whiteboard

In einer Teams-Besprechung können Sie PowerPoint live und Excel live nutzen. Beides ist praktisch, jedoch keineswegs das Gleiche. Beim Teilen laufen völlig unterschiedliche Prozesse ab. Und dann gibt es noch Whiteboards, für die wieder andere Regeln gelten. Hier ein kleiner Leitfaden.

Quelle: Microsoft Archivbild 

PowerPoint live

Seit langem schon gibt es die Möglichkeit, über PowerPoint live Präsentationen in laufenden Besprechungen zu teilen. Das lässt sich einerseits aus der Besprechungs-Oberfläche, andererseits auch aus PowerPoint heraus starten. Vorteil dabei: der Referent (ja, ich meine natürlich auch die Referentinnen!) sieht dabei auf einem Bildschirm die Referentenansicht der Präsentation mit Notizen und Vorschau, andererseits auch die Kamerabilder der Teilnehmenden. Wie alle wissen ist PowerPoint zum Vorzeigen gedacht. Allerdings kann auch die Steuerung übergeben werden und jeder, der mit Referentenrecht in der Besprechung ist, kann die Steuerung aktiv übernehmen.

Wichtig ist dabei eine Kleinigkeit: In der Standardeinstellung können alle Teilnehmenden beliebig in der Präsentation vor- und zurückblättern. Kein Referent mag das! Mit einem Klick auf das Symbol "Vorschau" können Sie das unterbinden.
Vorschau heißt: Teilnehmende können frei in der Präsentation navigieren


Außerdem gibt es noch eine sehr spannende Funktion: hinter dem Drei-Punkte-Menü am unteren Bildschirmrand verbirgt sich die Möglichkeit, sich die Folien direkt übersetzen zu lassen. Und zwar jeder Teilnehmende für sich! Niemand bekommt davon etwas mit. Während des Vortrages können an den Folien Annotationen gemacht werden. Beim Schließen der Präsentation werden diese wahlweise gespeichert oder verworfen.
Übersetzungen und Stifte in PowerPoint live

PowerPoint live ist also sehr komfortabel insbesondere für Referenten, die gerne alles auf einem Bildschirm sehen möchten. Die Datei wird nur gezeigt, nicht freigegeben.

Excel live

Anders verhält sich das bei Excel live. Wird eine Excel-Datei in einer Besprechung via Excel-live geteilt, erteilt man damit alles eingeladenen Personen (Achtung: nicht anwesende, eingeladene!) Schreibrecht auf dieser Datei. Und zwar dauerhaft. Die Berechtigung erlischt nicht nach dem Meeting! Wenn Sie das bei einer Datei, die Sie besitzen, ändern möchten, müssen Sie dieses in der Datei über das Menü "Zugriff verwalten" entsprechend entfernen. 


Freigabe für Excel live

Whiteboard

Das Whiteboard hat vor wenigen Monaten ein Makeover bekommen. Drei wichtige Funktionen sind hinzugekommen: "Folge mir", Timer und, als letztes, die Kommentare, die jetzt auch die Erwähnungen unterstützen. Falls Sie dazu gern mehr wissen wollen, schreiben Sie es mir in die Kommentare hier am Blog, dann mache ich das.

Wenn über den Teilen-Button ein Whiteboard gestartet wird, kann die Person, die es gestartet hat, wählen, ob ein neues Whiteboard oder ein bestehendes geteilt werden soll. 

Ein Whiteboard in einer Teams-Besprechung starten


Die Zusammenarbeit ist immer gemeinsam. Das funktioniert auch organisationsübergreifend. Alle am Whiteboard beteiligten Personen finden es in ihrer eigenen Whiteboard-App auf M365. Außerdem ist das Whiteboard auch immer im Teams-Kalender mit der Besprechung verknüpft. Auf der Detail-Seite des Termins ist das Whiteboard als Registerkarte sichtbar. Tipp: dort lässt es sich auch für eine Besprechung vorbereiten. Wenn das gemacht wurde, startet dieses vorbereitete Whiteboard direkt, wenn ein Whiteboard in der Besprechung aufgerufen wird.

Das Whiteboard in der Detailansicht im Teams-Kalender

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kategorien im Neuen Outlook - für das Team nutzen: Remake

Einer unserer erfolgreichsten Artikel auf diesem Blog ist im Teenageralter angekommen! Grund genug für ein Remake mit der aktuellen Outlook-Version. Spoiler: Es ändert sich nur wenig. 😉

Vom geheimen Anderssein in (deutschen) Unternehmen

Vielleicht kennen einige noch die Werbung einer Orangenlimonadenfirma aus den 80er Jahren: "Sind wir nicht alle ein bisschen bluna?" Dieses Wissen, metaphorisch gesprochen, setzt sich sehr zögerlich immer mehr im öffentlichen Bewusstsein fest: unsere Hirne sind nicht alle gleich. Im Arbeitskontext kann es zu nicht verstandenen Konflikten kommen, wenn alle über einen Kamm geschoren werden. Außerdem wundern sich Krankenkassen über steigende Ausgaben wegen Depressionen, Burnouts und Angstzuständen ihrer Mitglieder. Dafür könnte es Gründe geben, die weitgehend noch im Dunkeln zu liegen scheinen.

Wie versteht mich mein Team besser? - Über freie Textanalysetools im Netz

Mitglieder von Teams beklagen sich oft, dass sie nicht verstanden werden. Wieso wird die gute Idee nicht aufgenommen? Wieso antwortet keiner auf die guten Konzepte? Mein Punkt ist, dass viele Texte einfach nicht verständlich sind. Interessanterweise gibt es Werkzeuge, die die Verständlichkeit messen können. Hier ist meine persönliche Auswahl. 

Das Ubongo Flow Game

Spiele bieten eine gute Gelegenheit, zeitliche Erfahrungen zu verdichten und gemeinsam zu lernen. Karl Scotland und Sallyann Freudenberg haben im Mai 2014 das Lego Flow Game veröffentlicht. Wir haben die Spielidee übernommen, aber das Spielmaterial gewechselt. Statt Legosteinen benutzen wir Material aus Grzegorz Rejchtmans Ubongo-Spiel. Hier präsentieren wir die Anleitung für das Ubongo Flow Game.

Was macht eine Vorgangsverwaltung?

Eine Vorgangsverwaltung ist ein Mittelding aus persönlicher Aufgabenverwaltung, Projektmanagementsoftware und einem Helpdesksystem. Leider gibt es solche Produkte bisher nicht fertig. Diese Lücke haben meist Dokumentenmanagementsysteme gefüllt. Wie könnte eine Vorgangsverwaltung konkret aussehen?

Profi-Suche für Teams, OneDrive und SharePoint

Wenn ich nur eine Sache aus meinem kompletten Portfolio zeigen dürfte, würde ich die Suche wählen. Brauchen alle, kennt kaum jemand wirklich und ist zu alldem noch schnell umzusetzen. Ich zeige dir hier, wie du Dateien oder Informationen aus deiner Microsoft 365-Umgebung schnell und sicher findest.

Rebellieren für den Wandel: die 8 Regeln des totalen Stillstandes von Prof. Dr. Peter Kruse

In einem legendärem Vortrag skizzierte Peter Kruse 8 Regeln des totalen Stillstands. Ihm zufolge wurden die Regeln entwickelt, um Managern und Führungskräften dabei zu helfen, Bereiche mit potenziellem Widerstand gegen Veränderungen zu erkennen und Menschen auf strukturierte Weise durch den Veränderungsprozess zu führen.

Warum du als Führungskraft die ersten 90 Tage nicht dem Zufall überlassen solltest (und schlechtes Onboarding dich mehr kostet, als du denkst)

Der erste Arbeitstag ist meistens gut organisiert: Laptop, Zugänge, ein freundliches Willkommen. Die Wochen danach entscheiden aber, ob jemand bleibt – und genau da lassen die meisten Unternehmen ihre neuen Mitarbeitenden allein. Ich erinnere mich an eine erfahrene SAP-Beraterin, die in ein großes Transformationsprojekt eingestiegen ist. Fachlich absolut top, hoch motiviert, mit besten Referenzen. In der ersten Woche bekam sie einen Laptop, einen Zugang zum Wiki und den Satz: „Schau dich einfach mal ein bisschen um, du findest dich schon zurecht." Niemand hatte Zeit, ihr die Systemlandschaft zu erklären. Niemand stellte sie den Stakeholdern vor, mit denen sie ab Woche zwei zusammenarbeiten sollte. Nach zehn Wochen kündigte sie noch in der Probezeit. Ihre Begründung im Abschlussgespräch: „Ich hatte nie das Gefühl, gebraucht oder eingebunden zu sein. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich hier überhaupt richtig bin." Das Traurige daran: Sie war fachlich genau richtig. Ver...

Wer nicht Nein sagen kann, dessen Ja ist nichts wert.

Klar, wir wollen hilfsbereit sein, Dinge möglich machen, niemanden enttäuschen. Das ist eine gute, eine schöne Motivation, ein schönes Ziel. Nur: Wer immer ja sagt, gefährdet genau das: das gute Ergebnis. Ein Plädoyer für leistungsorientierte Ehrlichkeit.

Erfolgsvermeider - Eine Buchrezension

  Du übernimmst ein Team und merkst schnell, dass einige Dinge nicht rund laufen. Es gibt "Ja, aber ..."-Blockierer oder Unsichtbare im Team. Es gibt Überforderte und Dramageneratoren. Für den Autor Dieter Strak sind das Zeichen für erfolgsvermeidende Muster. Er hat eine kurze Anleitung für Führungskräfte und Teams geschrieben, die solche Muster erkennen und durchbrechen wollen. Lohnt sich das Buch?