Direkt zum Hauptbereich

Toleranz: Alles im grünen Bereich?

„Sind Sie tolerant?“, „Ich? Ja selbstverständlich bin ich tolerant!“ Was heißt überhaupt tolerant? Das Wort Toleranz kommt ursprünglich aus dem lateinischen „tolerare“, und bedeutet „ertragen/erdulden“. Sind Sie wirklich immer zur Erduldung oder zum Ertragen bereit? Mal ehrlich, wie groß ist Ihr persönlicher Toleranzbereich?

Die Toleranz ist unser täglicher Spannungsbogen und ständiger Begleiter bei der Vielzahl unserer täglichen Begegnungen mit unseren Mitmenschen. Häufig wird sie auf harte Proben gestellt. Das fängt morgens schon an, wenn wir uns das Badezimmer mit mehreren Menschen teilen müssen, uns einen Platz in der U-Bahn ergattern oder spontane Sitzplatzveränderungen bei Meetings erdulden sollen.

Technisch ist ein Toleranzbereich deutlich einfacher zu definieren: „Toleranzen bezeichnen in einem System einen Zustand, indem eine Abweichung von der Norm durch eine störende Einwirkung auftritt. Allerdings ist bei Toleranzen die Abweichung nicht derart stark, dass sie eine Gegenmaßnahme erforderlich macht. Sie liegt deshalb im Bereich der Toleranz (d. h. Duldung)." Im Produktionsprozess sind Toleranzen meist durch Normen und die Qualitätssicherung festgelegt. Beim Mensch ist es eher ein Spiel der Persönlichkeit in Abhängigkeit der Tagesform.

Toleranz ist für ein erfolgreiches Team lebensnotwendig!

Andreas Buhr definiert 5 Merkmale für ein erfolgreiches Team.

  1. Ein klares Rollenverständnis – hierbei meint er klare Hierarchien. Da ist Toleranz unumgänglich, denn kein Land wird erfolgreich sein wenn es ausschließlich aus Prinzen besteht.
  2. Eine klare Kommunikation – wie, wann, wo und wodurch findet die Kommunikationskultur statt. Auch hier ist Toleranz gefragt, da die Teammitglieder unterschiedliche Verfahren bevorzugen.
  3. Ganz klare Ziele innerhalb einer Gruppe – das ist wie beim Tauziehen, am schnellsten gewinnt die Gruppe, die mit vereinten Kräften in die gleiche Richtung zieht.
  4. Klare Prozesse und eine klar definierte Aufgabenverteilung – hier ist es besonders wichtig bei den Aufgaben die Fähigkeiten der Teammitglieder zu berücksichtigen um die Toleranz nicht überzustrapazieren.
  5. Identifikation der Teamarbeit und auch der Aufbau eines Teamspirits
Persönliche Toleranzbereiche können sehr variabel sein und lassen sich auch sehr leicht manipulieren. Gezielte Manipulation geschieht besonders in der Werbung oder bei rhetorisch geschulten Menschen. Vor allem der verantwortungslose Umgang der Medien bei Toleranzkonflikten sorgt für einen manipulierten, einheitlichen Toleranzbereich.

Gehen Sie achtsam mit Ihrem Toleranzbereich um.

Literaturverzeichnis


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Outlook-Aufgabenliste: bitte nicht die Aufgaben des ganzen Teams!

Am Tag der Arbeit kommt eine Lösung, nach der ich schon so oft gefragt wurde: Wie schaffe ich es, dass meine Outlook-Aufgabenliste nur meine eigenen Aufgaben anzeigt und nicht auch die E-Mails, die meine Kollegen gekennzeichnet haben oder Aufgaben, die einfach in einem gemeinsamen Postfach stehen?

Kategorien in Outlook - für das Team nutzen

Kennen Sie die Kategorien in Outlook? Nutzen Sie diese? Wenn ja wofür? Wenn ich diese Fragen im Seminar stelle, sehe ich oft hochgezogene Augenbrauen. Kaum jemand weiß, was man eigentlich mit diesen Kategorien machen kann und wofür sie nützlich sind. Dieser Blogartikel stellt sie Ihnen vor.

Das Ubongo Flow Game

Spiele bieten eine gute Gelegenheit, zeitliche Erfahrungen zu verdichten und gemeinsam zu lernen. Karl Scotland und Sallyann Freudenberg haben im Mai 2014 das Lego Flow Game veröffentlicht. Wir haben die Spielidee übernommen, aber das Spielmaterial gewechselt. Statt Legosteinen benutzen wir Material aus Grzegorz Rejchtmans Ubongo-Spiel. Hier präsentieren wir die Anleitung für das Ubongo Flow Game.

E-Mail-Vorlagen gemeinsam nutzen (Outlook)

Mittlerweile wird praktisch alle Routine-Korrespondenz in Outlook erledigt. Was liegt da näher, als ein gutes Set von Vorlagen zu erstellen und diese gemeinsam in Team zu nutzen? Leider hat Microsoft vor diesen – an sich simplen – Wunsch einige Hürden gebaut.

OneNote Prinzipien: Zugriffsrechte und Speicherorte

OneNote ist praktisch – ohne jeden Zweifel. OneNote ist auch einfach und intuitiv zu bedienen… Ja… so am Anfang. Doch früher oder später kommen Fragen wie: - wer genau hat eigentlich wie Zugriff auf die Daten? Wie ist das mit Synchronisation zwischen Büro-PC und Smartphone oder iPad? Wie funktioniert OneNote auf dem SharePoint? Auf diese Fragen findet sich die Antwort nicht ganz so leicht. Ich versuche hier die nicht ganz so offensichtlichen Zusammenhänge deutlich zu machen und "gern genommene" Fallen zeigen.

Protokolle in OneNote - neue Ideen für's neue Jahr

Protokolliert Ihr Team seine Besprechungen in OneNote? Das geht einfach, schnell ist teamfähig und hat eine exzellente Suchfunktion. Die beliebte Fragen "Wann haben wir eigentlich beschlossen, dass..." ist so schnell beantwortet. Darum wird OneNote an dieser Stelle immer beliebter. In meinen Seminaren dazu sind gute Ideen entstanden, die ich hier weitergeben will.

Beispiel für eine Partyplanung mit Scrum

Wer sich neu mit Scrum beschäftigt, ist vielleicht überwältigt von den ganzen Fachbegriffen. Dann sieht man vielleicht gar nicht, wie einfach die einzelnen Elemente von Scrum sind. Deshalb hier ein einfaches Beispiel für die Vorbereitung einer Party mit Hilfe von Scrum.

Leitlinien-Werkstatt für Microsoft-Teams

Mittlerweile hat Microsoft Teams in sehr vielen Unternehmen einen Platz gefunden. Es bedient den Wunsch nach schneller Kommunikation und gemeinsamer Datei-Bearbeitung. Und spart damit Zeit und unnötige Prozessschleifen. Oder? 

Die Krankheit des Besser-Wissens! Drei powervolle Fragetechniken und eine Haltung zur Heilung.

Kennst Du das: Du betrittst einen Raum und bist Teil einer Situation, hörst eine Problembeschreibung, siehst eine Aufgabe oder liest eine Anfrage. Auf jeden Fall weisst Du mit einem Blick, einem Satz, einem Augenzwinkern sofort Bescheid. Du weisst: um was es geht was das Problem ist wieso das passiert ist was als Nächstes passiert und oft auch was dann (nicht) zu tun ist So wie mit dem Video hier: Ziemlich klar oder? Was für Gedanken gehen Dir durch den Kopf? Vielleicht sowas wie Oh weh!, Unfall!,  gibts Verletzte?  Oder Gehts denen gut? Wo ist das passiert? Viel Spass beim Flottmachen! Etc, etc... Auf jeden Fall aber: Was für ein Malheur! - oder irgend etwas Anderes in der Art. oder? Anderes Beispiel. Schau Dir mal folgendes Bild an und les im Geiste die beiden Reihen vor: A-B-C 12-13-14 oder? Unser Geist beruft sich auf sein Wissen und gibt uns in sekundenschnelle seine Annahme, seine Interpretation, seine Projektion der Wirklichkeit ein. Und die ist in dem Video oben nunmal ein ve

Nur was sichtbar ist, kann gemanagt werden

Ihr steckt fest? Langsam wird’s brenzlig? Ihr wisst nicht so recht, was tun? Kleiner Tipp: Nur was sichtbar ist, kann gemanagt werden.