Direkt zum Hauptbereich

Checkmate your Projects with Retrograde Analysis

I stumbled recently upon an article in Inc. on how retrograde analysis from chess might apply to projects./1/ Like many, I have played chess all my life, but never seriously. While I knew that grandmasters cannot see more moves in advance than we mere mortals, I did not know about retrograde analysis. Indeed it offers some ideas for improving our projects.

Here’s how retrograde analysis works in chess. At any position in the game, we ask, “what must have been the moves that led to this position?” By understanding a game’s retrograde history, a chess player can then work out ways to achieve or avoid the position in future games. Given the game’s rules, the logical paths are more limited than one might think. Apparenty, it’s especially useful in the later stages, where the game becomes simpler. With the knowledge of looking backward, the grand master steers her next game to her advantage, and as grandmaster Maurice Ashley says, “to know where we (e.g. the game) were going”.

Since Inc. Magazine is a business rag, it suggests how retrograde analysis might apply to projects and business. The idea is simple: Look at the late stage of a project to study how we got there. Then use that knowledge in future projects to manage them better. In this way, it is a sibling of our retrospectives or lessons learned sessions to identify improvements.

Retrograde analysis is different, however, as it more specific and focused on the chain of decisions and events. It asks, if a project is X Euros over budget by stage three, what decisions or events specifically led us to this result? By nailing down those exact decisions, we can plan and manage the next project better. Furthermore, at any given moment, the number of reasonable decisions is limited, and we sometimes feel restrained by these constraints. Thus, retrograde analysis tells us how we specifically got to that point.

We might also ask: At what point in the past could we have seen this result coming? A retrograde analysis can identify the starting point of an apparent chain reaction. Although real life, like chess, may only have a few logical paths stemming from key decisions, we can use retrograde analysis to forecast those paths earlier and thus make us work a bit harder at seeking other possibilities.

We need to remain aware of the hindsight fallacy, however. Retrograde analysis depends on hindsight, but at the moment the decisions were taken, not all information was known. So, the key questions are: “Could we have known this, if we had looked properly?” or “How could we have discovered the missing information before we took the decision?”

A few tips:
    1. Focus on decisions, and especially those involving planning. Most errors in execution follow from insufficient planning, analysis or estimation or from poor assumptions.
    2. Keep the analysis specific, but generalize the improvement measures. It is simply not true that we always estimate poorly. Rather, we misestimated this case by a factor of x, because we believed y. Thus our improvement measure might be: we need to validate all estimates during the planning and verify them early during execution.
    3. Use techniques such as “5 whys” to work backwards or Ishikawa diagrams to ensure completeness.
    4. Perform retrograde analysis preferably as a team, so as to enrich the perspectives on the chain of decisions. (But, be aware of how the team culture handles mistakes. Is it open, transparent and respectful enough to avoid the blame game?)
      Has anyone used this or a similar technique?  Any additional wisdom about this idea?

      Notes

      /1/ Justin Bariso, “What a Chess Grandmaster Can Teach You About Solving Problems”, Inc. Magazine, 23 May 2016; available a http://www.inc.com/justin-bariso/a-chess-grandmaster-shares-an-effective-trick-for-solving-any-problembr-.html

      Kommentare

      Beliebte Posts aus diesem Blog

      Kategorien im Neuen Outlook - für das Team nutzen: Remake

      Einer unserer erfolgreichsten Artikel auf diesem Blog ist im Teenageralter angekommen! Grund genug für ein Remake mit der aktuellen Outlook-Version. Spoiler: Es ändert sich nur wenig. 😉

      Vom geheimen Anderssein in (deutschen) Unternehmen

      Vielleicht kennen einige noch die Werbung einer Orangenlimonadenfirma aus den 80er Jahren: "Sind wir nicht alle ein bisschen bluna?" Dieses Wissen, metaphorisch gesprochen, setzt sich sehr zögerlich immer mehr im öffentlichen Bewusstsein fest: unsere Hirne sind nicht alle gleich. Im Arbeitskontext kann es zu nicht verstandenen Konflikten kommen, wenn alle über einen Kamm geschoren werden. Außerdem wundern sich Krankenkassen über steigende Ausgaben wegen Depressionen, Burnouts und Angstzuständen ihrer Mitglieder. Dafür könnte es Gründe geben, die weitgehend noch im Dunkeln zu liegen scheinen.

      Wie versteht mich mein Team besser? - Über freie Textanalysetools im Netz

      Mitglieder von Teams beklagen sich oft, dass sie nicht verstanden werden. Wieso wird die gute Idee nicht aufgenommen? Wieso antwortet keiner auf die guten Konzepte? Mein Punkt ist, dass viele Texte einfach nicht verständlich sind. Interessanterweise gibt es Werkzeuge, die die Verständlichkeit messen können. Hier ist meine persönliche Auswahl. 

      Das Ubongo Flow Game

      Spiele bieten eine gute Gelegenheit, zeitliche Erfahrungen zu verdichten und gemeinsam zu lernen. Karl Scotland und Sallyann Freudenberg haben im Mai 2014 das Lego Flow Game veröffentlicht. Wir haben die Spielidee übernommen, aber das Spielmaterial gewechselt. Statt Legosteinen benutzen wir Material aus Grzegorz Rejchtmans Ubongo-Spiel. Hier präsentieren wir die Anleitung für das Ubongo Flow Game.

      Was macht eine Vorgangsverwaltung?

      Eine Vorgangsverwaltung ist ein Mittelding aus persönlicher Aufgabenverwaltung, Projektmanagementsoftware und einem Helpdesksystem. Leider gibt es solche Produkte bisher nicht fertig. Diese Lücke haben meist Dokumentenmanagementsysteme gefüllt. Wie könnte eine Vorgangsverwaltung konkret aussehen?

      Profi-Suche für Teams, OneDrive und SharePoint

      Wenn ich nur eine Sache aus meinem kompletten Portfolio zeigen dürfte, würde ich die Suche wählen. Brauchen alle, kennt kaum jemand wirklich und ist zu alldem noch schnell umzusetzen. Ich zeige dir hier, wie du Dateien oder Informationen aus deiner Microsoft 365-Umgebung schnell und sicher findest.

      Rebellieren für den Wandel: die 8 Regeln des totalen Stillstandes von Prof. Dr. Peter Kruse

      In einem legendärem Vortrag skizzierte Peter Kruse 8 Regeln des totalen Stillstands. Ihm zufolge wurden die Regeln entwickelt, um Managern und Führungskräften dabei zu helfen, Bereiche mit potenziellem Widerstand gegen Veränderungen zu erkennen und Menschen auf strukturierte Weise durch den Veränderungsprozess zu führen.

      Warum du als Führungskraft die ersten 90 Tage nicht dem Zufall überlassen solltest (und schlechtes Onboarding dich mehr kostet, als du denkst)

      Der erste Arbeitstag ist meistens gut organisiert: Laptop, Zugänge, ein freundliches Willkommen. Die Wochen danach entscheiden aber, ob jemand bleibt – und genau da lassen die meisten Unternehmen ihre neuen Mitarbeitenden allein. Ich erinnere mich an eine erfahrene SAP-Beraterin, die in ein großes Transformationsprojekt eingestiegen ist. Fachlich absolut top, hoch motiviert, mit besten Referenzen. In der ersten Woche bekam sie einen Laptop, einen Zugang zum Wiki und den Satz: „Schau dich einfach mal ein bisschen um, du findest dich schon zurecht." Niemand hatte Zeit, ihr die Systemlandschaft zu erklären. Niemand stellte sie den Stakeholdern vor, mit denen sie ab Woche zwei zusammenarbeiten sollte. Nach zehn Wochen kündigte sie noch in der Probezeit. Ihre Begründung im Abschlussgespräch: „Ich hatte nie das Gefühl, gebraucht oder eingebunden zu sein. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich hier überhaupt richtig bin." Das Traurige daran: Sie war fachlich genau richtig. Ver...

      Wer nicht Nein sagen kann, dessen Ja ist nichts wert.

      Klar, wir wollen hilfsbereit sein, Dinge möglich machen, niemanden enttäuschen. Das ist eine gute, eine schöne Motivation, ein schönes Ziel. Nur: Wer immer ja sagt, gefährdet genau das: das gute Ergebnis. Ein Plädoyer für leistungsorientierte Ehrlichkeit.

      Erfolgsvermeider - Eine Buchrezension

        Du übernimmst ein Team und merkst schnell, dass einige Dinge nicht rund laufen. Es gibt "Ja, aber ..."-Blockierer oder Unsichtbare im Team. Es gibt Überforderte und Dramageneratoren. Für den Autor Dieter Strak sind das Zeichen für erfolgsvermeidende Muster. Er hat eine kurze Anleitung für Führungskräfte und Teams geschrieben, die solche Muster erkennen und durchbrechen wollen. Lohnt sich das Buch?