Direkt zum Hauptbereich

Gutes Scrum ist schnell, leicht und mit Freude verbunden #valueableScrum


Sie kommen in einen Raum voller Energie. Sie sehen, wie jeweils 3-5 Personen auf dem Fußboden oder über einen Tisch lehnend an etwas arbeiten. Mit Stoppuhr, Stift und Notizblock ausgerüstet experimentieren die Teams hochkonzentriert. Mit jedem Versuch kommen sie ihrem Ziel etwas näher. Wieder ein paar Sekunden besser als das letzte Mal. Der Countdown an der Wand zeigt die wenigen verbleibenden Minuten an. Teammitglieder wollen nochmal andere Oberflächen oder eine weitere Technik ausprobieren. Hellwach suchen sie ihre Umgebung nach weiteren Möglichkeiten ab.

Nach Ablauf der Zeit werden die Erkenntnisse verglichen. Zusammen werden mindestens zehn Punkte genannt, um das Resultat zu beeinflussen. Daraus lässt sich ein Standard als Basis für die künftige Arbeit ableiten.

Bis zwanzig Minuten vorher kannten sich diese Menschen kaum. Ein gemeinsames, eindeutiges Ziel und ein klarer Arbeitsrahmen hat sie vereint. Ihre vielen kleinen Experimente führten sie mit Leichtigkeit zu Ergebnissen und innovativen Ideen. Arbeit, die sich gut anfühlt.

Aufgeschlossenheit, Mut, Respekt, Fokus und ein Bekenntnis zum Team sind die Grundlage für psychologische Sicherheit. Selbst in solch kurzer Zeit wie oben dargestellt werden im Team ständig Dinge vereinbart, um mit der Unsicherheit über einen Lösungsweg klar zu kommen: wie gehen wir miteinander um, was machen wir als nächstes, wie bewerten wir die Situation?

Das macht Scrum aus. Darum liefern Scrum Teams wertvolle Ergebnisse. Agilität ist kein Selbstzweck. Scrum ist eine natürliche Organisationsform, die sich einstellt, wenn Menschen ein attraktives Ziel anstreben. Als Leader müssen Sie eigentlich gar nicht viel tun. Legen Sie attraktive Ziele fest. Lassen Sie zu, dass sich echte Scrum Teams bilden. Dienen Sie den Teams und räumen Sie jedes Hindernis aus dem Weg, das davon abhält, etwas zu liefern.

Doing twice the work in half the time” ist eine Aussage aus dem Lean Thinking, die der Scrum-Erfinder Jeff Sutherland weiter geprägt hat. Sie fasst die Erwartung von vielen Unternehmen und ihren Führungskräfte an Scrum zusammen. Der erhoffte Erfolg bleibt jedoch aus, wenn dieser Arbeitsrahmen nur als Prozessbeschreibung verstanden wird. Der Grad der Selbstorganisation und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden hängen davon ab, wie stark die Werte von Scrum gelebt und gefördert werden.

Helfen Sie mit, gute Arbeitsumgebungen zu schaffen. Wir helfen Ihnen. Deshalb haben wir uns mit der Initiative #valuableScrum dem Ziel verschrieben, Scrum ganzheitlich und über den Scrum-Prozess hinaus zu betrachten. Wir wollen unseren Kunden und in unseren Projekten die Scrum-Werte vermitteln und leben.

Stuttgart, den 6. Januar 2020, unterzeichnet von
  • Jean Pierre Berchez
  • Götz Bräuer
  • Thomas Dietl
  • Jürgen Dittmar
  • Jan Fischbach
  • Peter Fischbach
  • Simon Flossmann
  • Dirk Fritsch
  • Oliver Hankeln
  • Ellen Hermens
  • Bastian Kröckel
  • Holger Lotter
  • Markus Meuten
  • Wolfram Nogge
  • Murat Ortak
  • Edgar Rodehack
  • Markus Stechele
  • Wolf Steinbrecher
  • Alisa Stolze
  • Marco Tommasone

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Profi-Tools im Windows-Explorer

Haben Sie bei der Urlaubsvertretung sich manches Mal geärgert, wenn Sie Dateien gesucht haben, die ein Teammitglied abgelegt hat? Die Suche im Explorer funktioniert tadellos, aber manchmal sollte man den Suchbegriff noch ein bisschen genauer fassen können. Z.B. mit UND oder ODER oder NICHT... Das geht so einfach, dann man von alleine kaum drauf kommt:

Die besten Bücher zum Thema Teamleistung

Es gibt viele Bücher, die sich mit Teams beschäftigen. Doch wo sollen wir anfangen? In diesem Artikel stelle ich die wichtigsten Quellen vor.

6 Tabletten, mit denen ihr euer SAP-Team jeden Tag gesünder macht

Montagmorgen. Das erste Meeting. Eigentlich sollten alle entspannt aus dem Wochenende kommen. Oder? Nicht wirklich. Freitag war kein guter Tag im Projekt. Die Deadline wurde zum zweiten Mal gerissen. Dementsprechend ist die Stimmung heute … kacke. Keiner will schuld sein. Claudia weiß genau, woran es lag: Peter hat die funktionale Spezifikation nicht früh genug fertig gehabt. Sie konnte demnach nicht früh genug mit der Entwicklung starten. Und Peter sieht die Schuld bei dem anderen Team. Er sei schließlich abhängig von denen gewesen. Und schon geht es los: das „Im-Kreis-der-Rechtfertigungen-drehen“. Statt Lösungen zu finden, wird hier nach noch mehr Problemen gesucht.  Diese Projektsituation habe ich leider schon häufig in SAP-Implementierungsprojekten erlebt. Ich kann das mittlerweile schwer ertragen. In meinen ersten Projekten habe ich, offen gestanden, noch oft gedacht: „Vielleicht müssen wir das Problem noch genauer analysieren.“ Heutzutage sehe ich das ganz anders. Ich habe ke...

Microsoft Teams: Die neuen Besprechungsnotizen - Loop-Komponenten

  Haben Sie in letzter Zeit in einer Teams-Besprechung die Notizen geöffnet? Dort sind inzwischen die Loop-Komponenten hinterlegt. Die sind zwar etwas nützlicher als das, was zuvor zur Verfügung stand. Trotzdem ist noch Luft nach oben. Und es gibt sogar einige ernstzunehmende Stolperfallen. Hier ein erster, kritischer Blick auf das was Sie damit tun können. Und auch darauf, was Sie besser sein lassen.

Rebellieren für den Wandel: die 8 Regeln des totalen Stillstandes von Prof. Dr. Peter Kruse

In einem legendärem Vortrag skizzierte Peter Kruse 8 Regeln des totalen Stillstands. Ihm zufolge wurden die Regeln entwickelt, um Managern und Führungskräften dabei zu helfen, Bereiche mit potenziellem Widerstand gegen Veränderungen zu erkennen und Menschen auf strukturierte Weise durch den Veränderungsprozess zu führen.

Scrum: eine kurze Geschichte der Empirie

Empirisches Arbeiten ist ein schwieriger Begriff. Agile Teams sollen empirisch arbeiten. Aber was bedeutet das genau? Vielleicht hilft ein Ausflug in die Ideengeschichte, zurück an die Anfänge des Flugzeugbaus.

Klartext statt Konsens - wie Meetings wieder was bewirken

Bessere Kommunikation ist Lippenstift fürs Protokoll. Kennst Du das: Das Meeting läuft, Energie ist da, der Knoten platzt - und jemand sagt: "Wir müssen besser kommunizieren!" Alle nicken. Jemand schreibt's auf. Und was passiert damit?  Nichts . Warum? Weil "besser kommunizieren" keine Handlung ist. Genauso wenig wie: "mehr Verantwortung übernehmen", "offener Feedback geben", "konstruktiver diskutieren", "proaktiver sein", "mehr miteinander reden", "transparenter werden", "Verständnis füreinander zeigen". Alles klingt gut. Aber ohne Klartext bleibt’s ein Vorschlag - nett im Protokoll, aber ohne Effekt auf den nächsten Arbeitstag. Kein konkreter Schritt, keine sichtbare Veränderung. Keiner der's macht. Es ist eine gute Absicht ohne Konsequenz. Wir haben kein Problem Verbesserungen zu identifizieren.   Die wahre Herausforderung ist selten das Finden von Verbesserungen. Es ist das Konkretisie...

Kategorien in Outlook - für das Team nutzen

Kennen Sie die Kategorien in Outlook? Nutzen Sie diese? Wenn ja wofür? Wenn ich diese Fragen im Seminar stelle, sehe ich oft hochgezogene Augenbrauen. Kaum jemand weiß, was man eigentlich mit diesen Kategorien machen kann und wofür sie nützlich sind. Dieser Blogartikel stellt sie Ihnen vor.

Outlook-Aufgabenliste: bitte nicht die Aufgaben des ganzen Teams!

Am Tag der Arbeit kommt eine Lösung, nach der ich schon so oft gefragt wurde: Wie schaffe ich es, dass meine Outlook-Aufgabenliste nur meine eigenen Aufgaben anzeigt und nicht auch die E-Mails, die meine Kollegen gekennzeichnet haben oder Aufgaben, die einfach in einem gemeinsamen Postfach stehen?

Nie wieder Ärger mit Besprechungsserien in Outlook

Erstellen auch Sie Besprechungsserien in Outlook? Ärgern auch Sie sich manchmal darüber, wenn Sie etwas zu ändern haben? Falls nicht, versenden Sie entweder keine wiederkehrenden Outlook-Besprechungen (Serienterminen). Oder Sie ändern nie etwas daran. Dann ist dieser Artikel nichts für Sie. Lesen Sie aber bitte weiter, falls Sie sich schon immer mal gefragt haben, ob es eine Lösung gibt?