Montag, 20. August 2018

Wie lerne ich? Über Bücher!

Wie lernt man als Berater oder Führungskraft dazu? Mit Büchern! Aber wie geht das genau? Hier ein Einblick in meine Routinen.


5 Stunden pro Woche Bücher lesen 


Michelle Winner führt im Fachportal OnlineMarketing.de aus, dass Bücher für die eigene Verbesserung eine entscheidende Hilfe sind. Sie zitiert dort Benjamin Franklin, der eine Stunde Lesen pro Werktag empfahl /1/. Ich versuche ebenfalls mehrere Stunden pro Woche zu lesen, z. B. jeden Morgen eine halbe Stunde. Bei mir bieten sich auch immer Zugfahrten an, da ich im Schnitt 13 Stunden Zug pro Woche fahre. Aber welche Bücher sind interessant?

 

Quelle für Lese-Ideen

 

Viele Bücher finde ich über Blogbeiträge. In den Beiträgen der Scrum Inc., der scrum.org, bei Bob Galen, Mark Graban oder Glen Alleman werde ich oft fündig /2/. Beim Lernen von Sprachen greife ich auf die Bücher von Assimil zurück.

Sehr gut finde ich die Bücher, die beim Deutschlandfunk in der Sendung Andruck vorgestellt werden /3/. Über die Audiothek des Senders kann ich die Beiträge mitnehmen und unterwegs hören.

Viele der Bücher machen mich neugierig auf die zitierte Literatur. Oft sehe ich mir nach dem Inhaltsverzeichnis gleich das Literaturverzeichnis an.

Wenn ich mich in ein Thema einarbeiten will, lese ich mir die wichtigen Begriffe in der Wikipedia durch und nutze dann Google Scholar, um mir wissenschaftliche Artikel durchzulesen. Bei neuen Themen gebe ich immer Thema und "Literature Review" in der Suche ein.

Wissen prüfen und verarbeiten 

 

Wie merkt man sich jetzt das ganze Wissen? Das reine Markieren von Textstellen hilft nicht dabei, sich den Inhalt zu merken, höchstens beim Wiederfinden.

Zunächst prüfe ich den Inhalt:
  • Gibt es wichtige Begriffe, die ich mir merken kann. Wichtige Begriffe in Abkürzungen zusammenfassen hilft mir zum Beispiel nicht. Ich vergesse dann immer wofür die Buchstaben genau standen (Stand das A nun für Activation, Affirmation oder Ability?).
  • Sind die Begriffe in sich konsistent? Passen die Ideen, die die Autoren vorstellen zueinander oder gibt es Widersprüche? Wie passen die Begriffe zu anderen Büchern?
  • Gibt es empirische Daten? Worauf beruhen die Erkenntnisse? Kann ich die Daten einsehen?
  • Wird andere wichtige Literatur erwähnt? Gibt es überhaupt Angaben zu den Quellen?
  • Welche Haltung oder welche Weltsicht haben die Autoren?
Um Wissen zu verarbeiten, wende ich unterschiedliche Strategien an:
  • Mit anderen darüber reden: Der Horror für meine Kolleginnen und Kollegen. Jan hat wieder ein Buch gelesen. Das Reden hilft mir, die Inhalte zusammen zu fassen. Für mich steht dahinter auch die Frage, ob ich das Wissen selbst erklären kann.
  • Schreiben: Oft nutze ich Blogs oder längere Artikel dazu, das Wissen zusammen zu fassen.
  • Karteikarten erstellen: In wenigen Fällen ist mir das Wissen so wichtig, dass ich mir elektronische Karteikarten anlegen und das Wissen lerne. Dazu gehe ich meine Markierungen und die Überschriften durch.

 

Warum über Bücher lernen?

 

Am besten kann ich über Bücher lernen. Das hat mehrere Gründe.

Der Text ist schon durch eine Auswahl gegangen. Gegebenenfalls wurde er überarbeitet oder gekürzt. Youtube-Videos oder Blogbeiträge kommen oft nicht zum Punkt. Bei manchen Seminaren ist der Inhalt nicht konsistent oder es gibt einfach zu viel Inhalte.

Bücher kann man leicht mitnehmen. Die Lese-Apps von Tolino, Amazon und Apple sind gut zu bedienen. Ich kann dem seriellen Ablauf gut folgen. Die Angebote von Coursera, udemy, edX und vom HPI habe ich genutzt. Aber sie funktionieren bei mir nicht. Die Videos sind oft sehr langweilig. Unterwegs kann ich oft den Content nicht laden. Videos brauchen viel mehr Bandbreite als Bücher. Bei den Selbstlernkursen wird oft mit vielen Stunden Inhalt geworben. Aber ich will gar nicht so viele Stunden haben.

Für meine persönliche Entwicklung brauche ich Bücher. Hier im Teamwork-Blog haben wir übrigens verschiedene Leselisten zusammengestellt.

 

Anmerkungen

 

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